Finanzierung

Jedes Unternehmen benötigt eine Finanzierung und dadurch eine Hausbankverbindung.

Aus laufender Erfahrung kann berichtet werden, dass die regionalen Banken (z.B. Genossenschaftsbanken und Sparkassen) für den Mittelständler die beste Variante darstellen. Großbanken hingegen sind häufig nur an gewerblichen Großkunden interessiert und haben für den Mittelstand zu anonyme Entscheidungsstrukturen.

Insofern ist anzuraten, dass jede Finanzierung vorrangig mit der Hausbank besprochen wird, die auch Antragsstelle für öffentliche Sonderkredite und Fördermittel ist.

Klar ist, dass die Kreditinstitute nicht nur Darlehen ausgeben möchten, sondern diese auch irgendwann zurückbezahlt bekommen wollen. Dabei gehen die Kreditinstitute durchaus überschaubare Risiken ein, nehmen aber aus nachvollziehbaren Gründen auch den Kunden in die Pflicht. Als Kreditsicherheiten kommen Grundschulden, Sicherungsübereignungen (Maschinen oder Warenlager), Forderungsabtretungen, Verpfändungen etc. in Frage.

Auf persönliche Bürgschaften aus dem familiären Umfeld oder Freundeskreis muss ausnahmslos verzichtet werden! Lieber kein Kredit, als Nahestehende in Haftungsgefahr bringen!

Bei der Abtretung von Ansprüchen aus Lebensversicherungen besteht die Gefahr der Steuerschädlichkeit! Hier muss genau geprüft werden!

Wichtig ist das Rating des Darlehensnehmers. Darüber sollten mit der Hausbank gesprochen werden und mit Hilfe des Steuerberaters an der Verbesserung gearbeitet werden.

Als Grundsatz gilt:
Geld ist reichlich im Markt. Jedes Kreditinstitut gewährt einem guten Schuldner gerne Kredit. Wenn die Bank zurückhaltend ist, dann sollte man selbstkritisch hinterfragen, ob man eine ausreichende Leistungsbilanz der Vergangenheit bzw. ein überzeugendes Konzept für die Zukunft vorlegt hat.